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Examensrelevant

Klausurklassiker: Der Rose-Rosahl-Fall

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In unserer „Klausurklassiker“-Reihe widmen wir uns heute dem mittlerweile über 150 Jahre alten Rose-Rosahl-Fall, der das Problem behandelt, wie sich ein error in persona auf den unmittelbaren Täter und auf den Anstifter auswirkt. Zu entscheiden hatte diesen Fall einst das preußische Obertribunal. Sachverhalt: Der Holzhändler Rosahl aus Schiepzig versprach dem Arbeiter Rose, ihn reichlich zu belohnen, wenn er den Zimmermann Schliebe aus Lieskau erschösse. Rose legte sich daraufhin zwischen Lieskau und Schiepzig (nahe Halle) in den Hinterhalt, um Schliebe, den er genau kannte, aufzulauern. Während der Dämmerung sah er einen Mann des Weges daherkommen. Diesen erschoss er, da er ihn für Schliebe hielt. In Wirklichkeit war es der 17-jährige Kantorssohn Harnisch. (…)

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Jura zum Hören – kostenlose MP3-Lehrpodcasts

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Das allseits bekannte Repetitorium Alpmann-Schmidt bringt in loser Reihenfolge verschiedene Themenkomplexe als MP3-Hörbücher bzw. Podcasts heraus. Bisher erschienen sind: Folge 1: Strafrecht – Diebstahl; Folge 2: Strafrecht – Irrtümer; Folge 3: Zivilrecht – Stellvertretung.Weitere Ausgaben sollen folgen. Mehr kostenlose Lernangebote findet ihr wie immer in unserer Übersicht.

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Jura-Lehrbücher kostenlos lesen

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Ein kurzer Hinweis auf PaperC. Dort kann man Fachbücher kostenlos online lesen und gegen Bezahlung auch ausdrucken. Zum Start gibt es noch nicht viele juristische Lehrbücher. Finden konnten wir: Examensklausurenkurs der JURA, Übungen im Bürgerlichen Recht der JURA, Erbrecht von Dirk Olzen, Das Recht der Leistungsstörungen von Roland Schwarze, Public Private Partnership und Korruption von Silke Noltensmeier. Das Angebot soll aber nach und nach ausgebaut werden…

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Verbot der Pro-Köln-Versammlung war rechtswidrig

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Das polizeiliche Verbot der von „pro Köln“ am 20. September 2008 auf dem Heumarkt in Köln durchgeführten Versammlung war rechtswidrig, die polizeilich angeordnete Verlegung der Kundgebung am 9. Mai 2009 vom Roncalliplatz auf den Barmer Platz sowie das Verbot eines Umzugs vom Barmer Platz zum Moscheegelände nach Ehrenfeld waren rechtmäßig. Dies hat das Verwaltungsgericht Köln mit drei heute bekannt gegebenen Urteilen entschieden.

Am 20. September 2008 hatte „pro Köln“ auf dem Heumarkt eine Versammlung unter dem Thema „Nein zur Islamisierung Europas – Nein zur Kölner Großmoschee“ durchgeführt. Dabei wurde der geplante Ablauf der Versammlung durch gewaltbereite Gegendemonstranten massiv gestört. Etwa 300 Personen, die an der Versammlung von „pro Köln“ teilnehmen wollten, hielten sich am Kölner Flughafen auf und kamen nicht bis zum Heumarkt durch. Auf dem Heumarkt selbst hielten sich bereits Versammlungsteilnehmer auf, nach Angaben der Veranstalter ca. 150, nach Angaben der Polizei ca. 50-80 Personen. Das Polizeipräsidium Köln erließ gegen 12.30 Uhr ein Versammlungsverbot, das die Veranstalter befolgten.

Mit der im Oktober 2008 erhobenen Klage beantragte „pro Köln“ die nachträgliche Feststellung, dass das Versammlungsverbot rechtswidrig gewesen sei. (…)

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Klausurklassiker: Der Jungbullenfall

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Ab sofort bringen wir unter dem Stichwort „Klausurklassiker“ Urteile, die trotz ihres Alters immer noch für das Juraexamen relevant sind. Beginnen möchten wir heute mit dem „Jungbullenfall“ des BGH aus dem Jahre 1971 (BGHZ 55, 176 – Az. VIII ZR 261/69). Der Fall behandelt das Zusammentreffen des Eigentumserwerbs durch Verarbeitung einer Sache (§ 950 BGB) mit den Regeln des gutgläubigen Erwerbs vom Nichtberechtigten nach §§ 932 ff. BGB und den Ansprüchen aus ungerechtfertigter Bereicherung, (§§ 812 ff. BGB).

Leitsatz

Wer eine gestohlene Sache gutgläubig kauft und sie so verarbeitet, daß er gemäß § 950 BGB Eigentümer der neuen Sache wird, schuldet dem Eigentümer der gestohlenen Sache eine Vergütung in Geld gemäß § 951 Abs. 1 Satz 1, ohne den an den Dieb gezahlten Kaufpreis anrechnen zu dürfen. (…)

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Examen ohne Rep – ein Erfahrungsbericht

Von | Prüfungswissen | 1 Kommentar

Heute erscheint auf der erste Gastbeitrag. Er kommt von Maria Rüger, die an der Universität Passau Jura studiert hat und 2009 erfolgreich ihr erstes Staatsexamen abgelegt hat. Hier schildert sie ihre Erfahrungen mit der Examensvorbereitung ohne kommerzielles Repetitorium.

Nach den großen Scheinen kommt für uns Jura-Studenten die große Entscheidung: Gehe ich in ein kommerzielles Repetitorium oder wage ich es die Examensvorbereitungen auf eigene Faust anzugehen? Viele von uns sind immer noch verunsichert. Schließlich hängt von dem Bestehen unsere Zukunft als Juristen ab. Ich habe auf das kommerzielle Repetitorium verzichtet und habe das erste Examen sicher bestanden. Hier nun ein paar Erfahrungen, die ich aus meiner Examenszeit erlangt habe (…)

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Islamisches Gebet in der Schule

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Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Berlin hat entschieden (Urteil vom 29.9.2009 – VG 3 A 984.07), dass ein 16-jähriger muslimischer Schüler des Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding berechtigt ist, außerhalb der Unterrichtszeit einmal täglich in der Schule sein islamisches Gebet zu verrichten.

Nachdem die Schulleitung dem Kläger zunächst nahegelegt hatte, das Beten in der Schule zu unterlassen, verpflichtete das Gericht die Schule im März 2008 im Wege einstweiliger Anordnung, ihm vorläufig zu gestatten, einmal täglich in der unterrichtsfreien Zeit zu beten. Seither hat die Schule ihm dies in einem ihm zugewiesenen Raum ermöglicht. (…)

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