Gedächtnisprotokoll einer echten Klausur zum 2. Staatsexamen – NRW vom Februar 2017

Gedächnisprotokoll:

Kläger 1 = Säugling; Klägerin 2 = Mutter
Beklagte – Hotel & Resort GmbH

Oma von Kl. 1 bucht zwei Doppelzimmer in einem Hotel. Ein Zimmer für Oma und Opa, ein Zimmer Mama und Baby (= Kl. 1 & 2). Beim Frühstück am ersten Morgen sitzt Baby am Tisch im Hochstuhl, Mama füttert es. Da stellt Kellnerin eine Kanne Kaffee vor das Baby auf den Tisch. Es kommt, wie es kommen muss – Baby wirft Kanne um, heißer Kaffee auf Baby, Baby hat Verbrennungen.
Baby kommt in KH, 10 Tage, starke Verbrennungen, ewige Nachbehandlung, Narbe, Schmerzen, vlt irgendwann Hauttransplantation. Vater fährt mit dem Zug, um beim Baby & bei Mama zu sein (75 €). Während KH-Aufenthalt 10 x hin und herfahren – 75 €.

Antrag 1 – Schmerzensgeld, mind. 5000 €
Antrag 2 – 150 € Fahrtkosten Mama & Papa
Antrag 3 – Feststellung zukünftige Schäden
(alle Anträge von Kl. 1)
Antrag 4 – Mama = Kl. 2 – fordert 600 € SE für vertanen Urlaub, entgangene Urlaubsfreude usw.

Für Anträge 1-3 Zeugen: Opa (ergiebig?!) und Kellnerin (unergiebig) – strittig war: Deckel auf der Kanne? Kanne in Reichweite vom Baby? Zeit zwischen Kanne abstellen und Unfall?

Dann noch ne Widerklage!
Mama hat schon vor Ankunft kosmetische Behandlung (75 €) gebucht – Tag X 16 Uhr. Hat sich aber vertan, also ruft sie an Tag X an um 15 Uhr an und macht mit der Mitarbeiterin einen neuen Termin aus für den nächsten Tag um 11 Uhr – da geht Mama aber nicht hin, weil um 10 Uhr die Kaffeesache mit dem Baby passiert ist und Mama im KH ist. An beiden Terminen wurden andere Kunden abgewiesen und am Ende hat die Mitarbeiterin Ausfall gehabt.
Bekl. beantragt, 150 € von Mama (2 x Behandlung, weil zwei Termine nicht genutzt).

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