Prüfungswissen: Die Funktion der Grundrechte

Von | Aktuelles, Öffentliches Recht, Prüfungswissen | Keine Kommentare

Die Grundrechts sind nicht nur Abwehrrechte gegen den Staat, sondern enthalten neben einer Institutsgarantie auch Leistungs- und Teilhaberechte. Über eine Drittwirkung von Grundrechten sind sie auch über den Bereich staatlicher Gewalt hinaus im Privatrechtsverhältnis relevant. I. Grundrechte als Abwehrrechte Bei dem Schutz Freiheitsbereichs des Bürgers gegen staatliche Eingriffe handelt es sich um die primäre Funktion der Grundrechte. Es ist dem Staat untersagt, über die zulässigen Grenzen hinaus in den Gewährleistungsgehalt eines Grundrechts einzugreifen. II. Grundrechte als Institutsgarantie Grundrechtliche Gewährleistungen setzen bestimmte Rechtsinstitute…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Das P-Konto (vgl. Prof. Dr. Martin Ahrens: Das Pfändungsschutzkonto in NJW 2010, 2001)

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

Als Pfändungsschutzkonto kann allein ein Girokonto eingerichtet werden, das zur Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr bestimmt ist, § 850 k VII, IX1 ZPO. Ausgeschlossen sind Spar- oder Tagesgeldkonten. Das Konto muss bei einem Kreditinstitut i.S. des § 1 I KWG bestehen, also bei einer Bank, einschließlich der Postbank, bei einer Sparkasse oder bei einem Kreditkartenunternehmen. Das Pfändungsschutzkonto soll den Lebensunterhalt des Schuldners und seiner  unterhaltsberechtigten Angehörigen sichern. Kontoinhaber muss deswegen eine…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Der Begriff des Sachmangels, § 434 BGB

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Beschaffenheitsvereinbarung, § 434 I S. 1 BGB Mit der Entscheidung des Gesetzgebers für den subjektiven Fehlerbegriff in § 434 I 1 BGB ist klar, dass es vorrangig auf eine Beschaffenheitsvereinbarung zwischen den Parteien ankommt. Hierzu gehört neben der ausdrücklichen Vereinbarung über die Eigenschaften einer Sache auch all das, was der Verkäufer dem Käufer gegenüber als vorhandene Eigenschaften der Sache beschreibt, sofern der Käufer vor diesem Hintergrund seine Kaufentscheidung getroffen…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Die Protokollierung der Verfahrensverständigung

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Strafrecht | Keine Kommentare

Für das Verständigungsverfahren gilt die Protokollierungsregelung nach § 273 I a StPO, wonach sowohl der wesentliche Ablauf und auch der Inhalt sowie schließlich das Ergebnis der Verständigung in das Protokoll der Hauptverhandlung aufzunehmen sind. In den Urteilsgründen muss danach nur noch angegeben werden, dass eine Verständigung erfolgt ist (BGH NStZ 2010, 348; BGH NStZ 2011, 170). Ein Vertrauenstatbestand zugunsten des Angekl. wird erst dann geschaffen, wenn eine Zusage protokolliert ist….

Weiter lesen

Prüfungswissen: Die Folgenbeseitigungsklage

Von | Aktuelles, Öffentliches Recht, Prüfungswissen | Keine Kommentare

Die Folgenbeseitigungsklage steht insofern im Zusammenhang mit der Unterlassungsklage, als mit ihr die Beseitigung der rechtswidrigen Folgen von Verwaltungshandeln begehrt wird. In Abgrenzung zur Verpflichtungsklage kommt es dabei nicht darauf an, ob die folgenträchtige Handlung als VA oder schlicht hoheitlich erfolgte; es ist lediglich entscheidend, ob die Folgenbeseitigung durch schlicht hoheitliches Handeln erfolgen soll. Allerdings ist zu beachten, dass der Grundsatz „dulde und liquidiere“ auch hier keine Anwendung findet, so…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Die Feststellungsklage, § 256 ZPO

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Rechtsprechung, Zivilrecht | Keine Kommentare

Hinweis: Einführung zu der Entscheidungsbesprechung: Feststellungsklage gegen Schadensversicherer bei Unklarheiten über die Schadenshöhe (OLG Karlsruhe in BeckRS 2014, 13897, Urteil vom 05.06.2014 – 9 U 99/13). Die Entscheidungsbesprechung wird heute mittag veröffentlicht. I. Allgemeines Nach § 256 ZPO kann Klage auf – Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses, – auf Anerkennung einer Urkunde oder – auf Feststellung ihrer Unechtheit erhoben werden, wenn der Kläger ein rechtliches Interesse daran hat, dass das…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Grundzüge der Kostenentscheidung

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Vollständiges Obsiegen/Unterliegen im Zweiparteienprozess Obsiegt eine Partei vollständig und unterliegt die andere vollständig, so hat die die unterliegende Partei gem. § 91 I ZPO die Kosten des Rechtsstreits zu tragen. Sie hat die dem Gegner erwachsenen Kosten zu erstatten, soweit sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung notwendig waren.

Weiter lesen

Prüfungswissen: Der Nacherfüllungsanspruch des § 439 BGB

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

Hinweis: Einführung zu der Entscheidungsbesprechung: Erstattungsfähigkeit von Sachverständigenkosten (BGH in MDR 2014, 764; Urteil vom 30.04.2014 – VIII ZR 275/13). Die Entscheidungsbesprechung wird heute mittag veröffentlicht. Die Regelungen des Sachmängelrechts geben dem Käufer daher primär einen Nacherfüllungsanspruch. Die Einzelheiten dazu regelt § 439 BGB. Im Rahmen des Nacherfüllungsanspruchs obliegt dem Käufer die Wahl zwischen –  Mängelbeseitigung und –  Neulieferung.

Weiter lesen

Prüfungswissen: Die öffentliche Zustellung

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

Ist der Aufenthaltsort einer Person unbekannt und kann auch nicht an einen Vertreter oder Zustellungsbevollmächtigten zugestellt werden, ist eine öffentliche Zustellung nach § 185 ZPO möglich. Diese ist nach § 688 II ZPO allerdings im Mahnverfahren ausgeschlossen. Auch bei Unmöglichkeit oder mangelnder Erfolgsausicht kann öffentlich zugestellt werden. Dies gilt auch, wenn die Zustellung nicht erfolgen kann, weil der Ort der Zustellung die Wohnung einer Person ist, die nach den §§ 18…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Die Störung der Geschäftsgrundlage, § 313 BGB

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Herleitung Die Lehre von der Geschäftsgrundlage hat historische Wurzeln in dem Institut clausula rebus sic stantibus, das besagt, dass jeder schuldrechtliche Vertrag nur so lange bindend sein soll, als die Verhältnisse, die für seinen Abschluss bestimmend waren, sich nicht von Grund auf geändert haben. Jede Verpflichtung soll also von vornherein nur unter dem Vorbehalt eingegangen sein, dass die maßgeblichen Verhältnisse unverändert Bestand hätten (vgl. BeckOK/Unberath, § 313, Rn. 2)

Weiter lesen

Prüfungswissen: Voraussetzungen der Zwangsversteigerung

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

1. Zuständigkeit Für die Zwangsvollstreckung durch Zwangsversteigerung ist das Amtsgericht der belegenen Sache nach § 1 I ZVG als Vollstreckungsgericht zuständig. Dort entscheidet nach § 3 I i) RPflG der Rechtspfleger. 2. Ordnungsgemäße Antragstellung Die Zwangsversteigerung setzt nach § 15 ZVG den Antrag des Gläubigers voraus. 3. Allgemeine Vollstreckungsvoraussetzungen Auch hier müssen nach § 750 ZPO die allgemeinen Vollstreckungsvoraussetzungen (Titel, Klausel, Zustellung) vorliegen. Dem Antrag ist der Titel beizufügen Hier…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Möglichkeiten zur Beschränkung der Erbenhaftung

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Rechtsprechung, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Nachlassverwaltung und Nachlassinsolvenz, §§ 1975 ff BGB Absonderung des Nachlasses vom Eigenvermögen des Erben, Bestellung eines Verwalters II. Einrede der Dürftigkeit, §§ 1990 ff. BGB Mangels Masse wird kein Verwalter für Nachlass bestellt. Der Erbe verwaltet selbst. III. Vertrag Zwischen Erbe und Nachlassgläubiger

Weiter lesen

Prüfungswissen: Der Wegfall der aufschiebenden Wirkung nach § 80b I VwGO

Von | Öffentliches Recht, Prüfungswissen | Keine Kommentare

Nach § 80b I S. 1 VwGO endet die aufschiebende Wirkung von Widerspruch und Anfechtungsklage nicht nur mit der Bestandskraft eines Verwaltungsakts, sondern außerdem in einem bestimmten Zeitpunkt nach gerichtlicher Abweisung der Anfechtungsklage. Diese Befristung der aufschiebenden Wirkung gilt gemäß § 80b Abs. 1 S. 2 auch im Falle einer behördlichen Aussetzung der Vollziehung und einer gerichtlichen Herstellung der aufschiebenden Wirkung, es sei denn, die Behörde hat die Vollziehung bis…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter (§ 328 BGB analog)

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Voraussetzungen 1. Sonderbeziehung zwischen den Hauptparteie Die Frage nach einem Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter stellt sich immer dann, wenn jemand einen Schaden erlitten hat, der aber in einem vertraglichen/vertragsähnlichen Verhältnis mit dem Schädiger steht, aber mit einer Person, die eine solche Beziehung zum Schädiger hat.

Weiter lesen

Prüfungswissen: Tateinheit und Tatmehrheit, §§ 52 ff StGB

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Strafrecht | Keine Kommentare

I. Die §§ 52 ff. StGB sind vor allem für die Strafenbildung von Bedeutung. Grds.    gibt es drei Möglichkeiten: Die sog. Gesetzeseinheit (= Gesetzeskonkurrenz) stellt die engste Beziehung zwischen mehreren erfüllten Strafgesetzen dar und führt dazu, dass das „unterliegende“ Strafgesetz vollständig verdrängt wird und auch im Tenor des Strafurteils nicht mehr in Erscheinung tritt. Tateinheit i. S. des § 52StGB ist dann gegeben, wenn dieselbe Handlung mehrere Straftatbestände oder denselben Straftatbestand…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Der materielle Schaden bei Verkehrsunfällen

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Reparaturkosten / Wiederbeschaffungswert Nach dem in § 249 I BGB verankerten Grundsatz der Naturalrestitution ist das Fahrzeug grundsätzlich vom Schädiger in den Zustand zu versetzen, in dem es sich vor dem Unfallereignis befunden hat. Da dieser hierzu häufig nicht in der Lage ist und dies dem Geschädigten auch nicht zugemutet werden kann, sieht § 249 II 1 BGB vor, dass der Geschädigte den zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes erforderlichen…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Die Abgabe in das streitige Verfahren im Mahnverfahren

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Antrag auf Abgabe Nach Einlegung von Widerspruch wird die Sache in das streitige Verfahren abgegeben, wenn eine Partei dies nach § 696 I 1 ZPO beantragt. Die kann auch schon auf dem Mahnbescheidsantrag erfolgen. Ohne einen Antrag auf Durchführung des streitigen Verfahrens findet dies nicht statt. Ist dieser Antrag gestellt, so kann er nach § 696 IV 1 ZPO bis zum Beginn der mündlichen Verhandlung des Antragsgegners zur Hauptsache…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Der objektive Tatbestand der Rechtsbeugung

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Strafrecht | Keine Kommentare

§ 339 StGB schützt die Rechtspflege in Form der richtigen und unparteiischen Rechtsprechung. I. Nach der objektiven Theorie ist der objektive Tatbestand des § 339 StGB stets dann erfüllt, wenn der Richter das Recht objektiv falsch anwendet. Verlangt wird das Vorliegen eines eindeutigen Rechtsverstoßes. Eine noch vertretbare Auslegung stellt nach den Vertretern dieser Auffassung noch keine Rechtsbeugung sein. OLG Bremen NStZ 1986, 120; KG NStZ 1988, 557; LG Berlin MDR…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Hemmung der Verjährung

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

Während früher zwischen der Hemmung und der Unterbrechung der Verjährung un­terschieden wurde (Hemmung: Zeit wird nicht mitgerechnet; Unterbrechung: Frist beginnt neu zu laufen) ist nunmehr grundsätzlich nur noch die Hemmung von Verjährungsfristen vorgesehen. Lediglich in § 212 BGB ist ein Neubeginn der Verjährung vorgesehen bei Anerkenntnis oder Vollstreckungshandlung.

Weiter lesen

Prüfungswissen: Gestrecktes Vollstreckungsverfahren und Sofortvollzug

Von | Aktuelles, Öffentliches Recht, Prüfungswissen | Keine Kommentare

I. gestrecktes Verfahren          Von einem gestreckten Vollstreckungsverfahren spricht man, wenn der Vollstreckung ein auf ein Tun, Dulden oder Unterlassen gerichteter Verwaltungsakt vorausgeht, für dessen Erfüllung eine Frist gesetzt wird. Im Weiteren muss ein bestimmtes Zwangsmittel (Zwangsgeld, Ersatzvornahme, unmittelbarer Zwang) für den Fall angedroht werden, dass die Pflicht nicht fristgerecht erfüllt wird. Verstreicht die Frist ergebnislos, so wird das angedrohte Zwangsmittel festgesetzt. In der Folge kann dann das Zwangsmittel angewendet werden….

Weiter lesen

Prüfungswissen: Der Verbotsirrtum

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Rechtsprechung, Strafrecht | Keine Kommentare

I. Der Verbotsirrtum nach § 17 StGB ist ein Irrtum des Täters über die Widerrechtlichkeit seiner Handlung. Inhaltlich entsprechende Regelungen finden sich auch in § 5 Wehrstrafgesetz (WStrG) und in § 11 II OWiG. Im Gegensatz zum Tatbestandsirrtum nach § 16 StGB irrt sich der Täter hier nicht über Umstände (Tatsachen und Rechtsvorschriften), welche einem Tatbestandmerkmal gehören, sondern über deren rechtliche Bewertung durch die Strafnorm.

Weiter lesen

Prüfungswissen: Der Anspruch auf ein faires Verfahren

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

Aus Art. 2 I GG i.V.m. mit dem Rechtsstaatsprinzip wird als „allgemeines Prozessgrundrecht“ der Anspruch auf ein faires Verfahren abgeleitet (vgl. BVerfGE 57, 250 [275] = NJW 81, 1719; BVerfGE 78, 123 [126] = NJW 88, 2787). Der Richter muss das Verfahren so gestalten, wie die beteiligten Parteien es von ihm erwarten dürfen. Er darf sich nicht widersprüchlich verhalten (vgl. BVerfGE 69, 381 [387] = NJW 86, 244), insbesondere aus…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Der Anspruch auf rechtliches Gehör, Art. 103 I GG

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Begriff Rechtliches Gehör bedeutet, dass der Betroffene vor Erlass einer gerichtlichen Entscheidung grundsätzlich die Gelegenheit haben muss, sich mündlich oder schriftlich zu der Angelegenheit zu äußern. Zur Gewährleistung eines effektiven Grundrechtschutzes reicht es nicht aus, wenn der Betroffene nach Art. 19 IV GG einen Anspruch darauf hat, dass sich ein Gericht mit seiner Angelegenheit beschäftigt. Erforderlich ist vielmehr, dass er auch seine Auffassung zu der Sache vortragen kann

Weiter lesen

Prüfungswissen: Die Rechtsbeschwerde, § 574 ff. ZPO

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Zulässigkeit 1. Vorliegen der Prozessvoraussetzungen und der allgemeinen Sachent-scheidungsvoraussetzungen Zuständig ist nach § 133 GVG der BGH. 2. Statthaftigkeit Die Rechtsbeschwerde ist statthaft gegen Beschlüsse, wenn dies gesetzlich so vorgesehen ist oder die sie zugelassen wurde. Die Rechtsbeschwerde ist zudem nach § 574 II, III ZPO gleichwohl nur zulässig, wenn Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Rechtsbeschwerde-gerichts…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung, § 826 BGB

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Schädigendes Verhalten Zunächst ist das Verhalten zu benennen, welches die Haftung nach § 826 BGB begründen soll. II. Zufügung eines Schadens Der Anspruchsteller muss einen Schaden erlitten haben. Dies gehört bei § 826 BGB zum haftungsbegründenden Tatbestand. III. Kausalität Das zur Haftung herangezogene Verhalten muss den Schaden adäquat kausal herbei-geführt haben.

Weiter lesen

Prüfungswissen: Drittwiderklage

Von | Prüfungswissen | Keine Kommentare

Durch eine Widerklage können auch Dritte in den Rechtsstreit einbezogen werden. Dies ist möglich, wenn sich die Widerklage sowohl gegen den Kläger als auch gegen einen bislang am Rechtsstreit nicht beteiligten Dritten richtet oder wenn sie sich nur gegen einen bislang am Rechtsstreit nicht beteiligten Dritten richtet. a) Drittwiderklage gegen den Kläger und einen Dritten In einem solchen Fall ist die Einbeziehung eines Dritten in den Rechtsstreit nach h.M. dann…

Weiter lesen

Materieller Schaden bei Verkehrsunfällen

Von | Prüfungswissen, Rechtsprechung, Zivilrecht | Keine Kommentare

I. Reparaturkosten / Wiederbeschaffungswert Nach dem in § 249 I BGB verankerten Grundsatz der Naturalrestitution ist das Fahrzeug grundsätzlich vom Schädiger in den Zustand zu versetzen, in dem es sich vor dem Unfallereignis befunden hat. Da dieser hierzu häufig nicht in der Lage ist und dies dem Geschädigten auch nicht zugemutet werden kann, sieht § 249 II 1 BGB vor, dass der Geschädigte den zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes erforderlichen…

Weiter lesen

Prüfungswissen: Absolute Revisionsgründe im Zivilprozessrecht

Von | Aktuelles, Prüfungswissen, Zivilrecht | Keine Kommentare

Hinweis: Einführung zu der Entscheidungsbesprechung: Vorschriftsmäßige Besetzung des Gerichts bei Richterwechsel nach mündlicher Verhandlung (vgl. BGH in MDR 2012, 538) (BGH; Urteil vom 01.03.2012 – III ZR 84/11). Die Entscheidungsbesprechung wird heute mittag veröffentlicht. Nach § 545 I ZPO kann die Revision nur darauf gestützt werden, dass die Entscheidung auf einer Verletzung des Rechts beruht. Eine Rechtsverletzung liegt vor, wenn eine Rechtsnorm nicht oder nicht richtig angewendet worden ist. Hiervor ist…

Weiter lesen

Was von der Woche übrig blieb (12.8.12)

Von | Prüfungswissen | Keine Kommentare

Auch die Gerichte machen wohl Sommerpause, deshalb gab es diese Woche nichts Examensrelevantes zu berichten. Was sonst noch so anfiel hier in Kurzform: Strafrecht-Online.de: Zwei Jahre sind zu lang – Zum Urteil des OVG Sachsen-Anhalt wegen überlanger Verfahrensdauer EXPRESS.de: „Liebesschlösser-Dieb muss in den Knast“ – Das Amtsgericht Köln erblickte in den beliebten Vorhängeschlössern an der Hohenzollernbrücke keine herrenlosen Sachen LTO.de: „1,3 Geschäftsgebühr bleibt die Regel„ FR-Online.de: „Thomas Quick: Der falsche…

Weiter lesen

Was von der Woche übrig blieb (5.8.2012)

Von | Prüfungswissen | Keine Kommentare

LTO.de: Haftungsfall Wettervorhersage – Ein Staatsexamen im Sommerloch LTO.de: Erfolgreich Lernen: Nichts vergessen in drei Schritten BMI muss Medaillenziele offenlegen (Spiegel-Online) Warteschlangensteuer in Köln vom Oberbürgermeister kassiert (Lawblog) Staatstrojaner in Bayern mit gravierenden Rechtsverstößen (heise.de) 10 typische Fehler in der Assessorklausur im öffentlichen Recht (Juratube)

Weiter lesen

Examensvorbereitung in drei Schritten

Von | Prüfungswissen | Keine Kommentare

Auf LTO.de ist am Freitag ein interessanter Artikel erschienen, der sich mit der richtigen Lernstrategie beschäftigt. Basierend auf den Ausführungen von Frau Dr. Helga Esselborn in ihrem Buch „Leichter lernen: Strategien für Prüfung und Examen“ [Partnerlink] werden drei Schritte für erfolgreiches Lernen aufgezeigt. Diese Schritte lassen sich meiner Meinung nach auch sehr gut auf die Examensvorbereitung anwenden. Die folgenden Ausführungen basieren auf eigenen Erfahrungen und Gesprächen mit anderen Studenten und…

Weiter lesen

Was von der Woche übrig blieb… (29.7.2012)

Von | Prüfungswissen | Keine Kommentare

Das Bundesjustizministerium bietet seit Donnerstag auf www.gesetze-im-internet.de jedes Gesetz auch als eBook im ePUB-Format an (BMJ.de) Die Gästeliste von Josef Ackermanns Geburtstagsfeier im Kanzleramt ist dank IFG jetzt öffentlich (netzpolitik.org) Der Puddingkrieg zwischen Aldi und Dr. Oetker ist (vorerst) entschieden (Spiegel-Online) Laut schnarchende Nachbarn sind kein Wohnungsmangel auf den Vermieter hinweisen muss (LTO.de) Entwurf des Presse-Leistungsschutzrechts vom BMJ deutlich entschäft (heise.de)

Weiter lesen

Gesetzestexte bald kostenlos als eBook

Von | Prüfungswissen | 8 Kommentare

Jeder Jurastudent und Referendar kennt die schweren (und teuren) „Backsteine“ namens Schönfelder, Sartorius und Hippel/Rehborn, die man tagtäglich in die Vorlesung, Bib und zur AG schleppt. Zumindest für Besitzer eines E-Readers könnte dies bald der Vergangenheit angehören. Das Bundesjustizministerium plant nach unseren Informationen, Bundesgesetze auf www.gesetze-im-internet.de ab Donnerstag (26.7.) auch als eBooks im ePUB-Format zur Verfügung zu stellen. Das ePUB-Format ist ein offener Standard für für eBooks und kann von…

Weiter lesen

Was von der Woche übrig blieb (24.7.2011)

Von | Prüfungswissen | Keine Kommentare

„Keine Angst vor Verböserung“ – Anfechtung der Examensprüfung (LTO.de) „Ein Anschluss unter dieser Nummer“ – Sperre des Handyanschlusses bei nicht gezahlter Rechnung (LTO.de) „Vergleiche? Belege!“ – Interview mit Prof. Löwer (Zeit.de) „Soli verstößt nicht gegen das Grundgesetz“ (Faz.net) „Do lawyers still need to wear a suit and tie – or formal female dress?“ (guardian.co.uk)

Weiter lesen

Was von der Woche übrig blieb (3.7.2011)

Von | Prüfungswissen | Keine Kommentare

„Wahlrechtsreform mit Tücken“ – Schwarz-Gelb hat sich auf eine Reform des Wahlrechts geeinigt (Zeit.de) „Vor Lebenslänglich steht die Bewährung“ – Richter auf Probe (LTO.de) „Jeder Vierte macht in Berlin ein Prädikatsexamen“ (LTO.de) „Rolex über Bord“ – Jurastudenten in Passau beim Feiern (Spiegel.de) „China: who will defend the law’s defenders?“ (guardian.co.uk)  

Weiter lesen

Was von der Woche übrig blieb (20.3.2011)

Von | Prüfungswissen | Keine Kommentare

„Neue Juristen auf höchsten Posten“ – Wie werden eigentlich unsere Bundesrichter (aus)gewählt? (LTO.de), „Die Rechtslage ist sicher“ – Brauchen wir wirklich ein Gesetz für das Atom-Moratorium? (FAZ.net), „Juristen machen Front gegen Anti-Atom-Merkel“ (Handelsblatt.com), „Kein Jurist teilt die Position der Regierung“ (LTO.de), „Bibliotheken sind zum Lesen da – und auch nur dafür“ – Urheberrecht an elektronischen Leseplätzen (LTO.de), „Eine Rechnung mit zwei Unbekannten“ – Wahl und Wahlrecht in Baden-Württemberg (PUBLICUS)

Weiter lesen

Fünf Weihnachtsgeschenke für Examenskandidaten (Teil 4)

Von | Prüfungswissen | Keine Kommentare

So langsam wird es knapp: Noch drei mal schlafen bis Heiligabend. Falls ihr jeztzt noch ein passendes Geschenk für einen Examenskandidaten in eurem Umfeld sucht müsst ihr euch sputen. Doch noch ist nicht alles verloren – wir präsentieren euch heute den vierten Geschenketipp (nach dem Gesetzesglückstaschen, Erlebnisgutscheinen und dem Smartpen).

Unser vierter Tipp ist wohl der Naheliegenste aber gleichzeitig auch der (vor allem für Nichtjuristen) Schwierigste: (Fach)-Literatur. Es gibt Unmengen davon und wir wollen hier auch gar nicht versuchen alles abzudecken. Aber wir haben ein paar Bücher rausgesucht, über die sich so ziemlich jeder Examenskandidat freuen dürfte…

Weiter lesen

Fünf Weihnachtsgeschenke für Examenskandidaten (Teil 3)

Von | Prüfungswissen | 3 Kommentare

Heute ist der erste Advent und wir möchten euch Teil 3 unserer kleinen Geschenkeecke präsentieren. Nach den Schönfelder-Taschen von gesetzesglück und den Erlebnis-/Wellnessgutscheinen empfehlen wir euch heute ein Geschenk, über das sich ein technikbegeisterter Examenskandidat wohl richtig freuen wird: Einen Smartpen – auch Digitalstift genannt. Für alle die jetzt fragen „Hä? Smartpen? Nie gehört! Was ist das?“ hier erstmal eine kleine Einführung aus der Wikipedia:

Ein Digitalstift wird in Verbindung mit digitalem Papier dazu benutzt, handschriftliche Notizen zu erfassen, zu speichern und auf einen Computer zu übertragen. Dazu sind im Stift eine Kugelschreibermine, eine Infrarotkamera, ein Prozessor, ein Datenspeicher und eine Batterie integriert. Die Infrarotkamera erfasst während des Schreibens die Bewegung des Stifts auf dem Punktraster des digitalen Papiers. (…)

Weiter lesen

Fünf Weihnachtsgeschenke für Examenskandidaten (Teil 2)

Von | Prüfungswissen | 4 Kommentare

Nur noch vier Wochen bis Heiligabend – höchste Zeit sich Gedanken zu machen, mit welchem Geschenk man einem angehenden Juristen eine Freude bereiten könnte. Gestern haben wir in unserer kleinen Geschenkeecke die Schönfelder-Taschen von gesetzesglück vorgestellt. Heute widmen wir uns dem wohl wertvollsten Geschenk für einen lernenden Juristen: Zeit für Dinge, die NICHTS mit Jura zu tun haben. Daher unser Vorschlag 2: Ein Erlebnis- oder Wellnessgutschein…

Weiter lesen

Fünf Weihnachtsgeschenke für Examenskandidaten (Teil 1)

Von | Prüfungswissen | 8 Kommentare

In nichtmal einem Monat ist wieder Weihnachten – höchste Zeit also, sich mal darüber Gedanken zu machen, mit welchem Geschenk man einem gestressten Examenskandidaten eine kleine Freude bereiten könnte. Wir haben fünf Vorschläge zusammengestellt, die wir euch in den nächsten Tagen vorstellen möchten… Heute der erste Vorschlag: Eine Schönfelder-Tasche von gesetzesglück…

Weiter lesen

Examen ohne Rep – ein Erfahrungsbericht

Von | Prüfungswissen | 1 Kommentar

Heute erscheint auf der erste Gastbeitrag. Er kommt von Maria Rüger, die an der Universität Passau Jura studiert hat und 2009 erfolgreich ihr erstes Staatsexamen abgelegt hat. Hier schildert sie ihre Erfahrungen mit der Examensvorbereitung ohne kommerzielles Repetitorium.

Nach den großen Scheinen kommt für uns Jura-Studenten die große Entscheidung: Gehe ich in ein kommerzielles Repetitorium oder wage ich es die Examensvorbereitungen auf eigene Faust anzugehen? Viele von uns sind immer noch verunsichert. Schließlich hängt von dem Bestehen unsere Zukunft als Juristen ab. Ich habe auf das kommerzielle Repetitorium verzichtet und habe das erste Examen sicher bestanden. Hier nun ein paar Erfahrungen, die ich aus meiner Examenszeit erlangt habe (…)

Weiter lesen